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| Projektorganisation - Von der Idee bis zum gelungenem Projekt |
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Projektorganisation Von der Idee bis zum gelungenem Projekt Wie plane ich Aktionen und Projekte? 1. Projektidee: Am Anfang eines Projekts steht die Idee. Beim Entwickeln einer solchen ist es wichtig sich über die Zielsetzung und die Zielgruppe (Erwachsenen, Jugendliche, Kinder, benachteiligte Kinder etc.) des Projekts klar zu werden. Dies beeinflusst die Durchführung und die Beschaffenheit. Ein Beispiel hierzu ist Konstanzes und Ellens geplante Wanderung in Schweden. Wenn das Ziel ist eine spaßige Freizeitfahrt für Kinder zu organisieren, dann werden vielleicht spaßige Spiele eingebaut und das Wandern steht im Vordergrund. Soll die Schwedenwandertour dazu dienen, dass die Teilnehmer mehr von dem Land Schweden kennen lernen, sieht die Fahrt schon anders aus. Dann wäre zu überlegen, ob vielleicht nicht eine schwedische Gruppe zu finden ist, die mitwandert. Ob die Fahrt eher für Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder für alle gedacht ist, beeinflusst z.B. die Werbung, wo sie gemacht wird und wie sie gestaltete ist. Methoden zur Projekt- und Ideen-Entwicklung „Handlungsspeicher“ In einer vorher besprochenen Form werden Vereinbarungen und übernommene Arbeiten festgehalten. Wenn es ein Protokoll gibt, gehören sie hinein, sonst muß sichergestellt werden, wie jede und jeder seine/ihre Aufgaben wirklich notiert. (Handlungsspeicher-Plakat: große Tabelle mit den Spalten: WER macht WAS, MIT WEM und BIS WANN) Runden Hilft, Meinungsbilder, viele Ideen und Stimmung in der Gruppe klarzukriegen. Jede/r sagt kurz und knapp was zu aktuellen Frage. Wichtig ist, dass sich möglichst alle darauf einlassen und den jeweils Sprechenden wirklich zuhören. Jede/r muss sich kurz fassen, sonst dauert alles ewig. Geübte Gruppen kriegen sehr schnelle Runden hin, die vieles klären. Vorschlagen darf jede und jeder eine solche Runde. Kann auch eingesetzt werden, wenn ein Durchhänger das Weiterkommen erschwert – mit der Frage „Wie geht es mir jetzt und wie würde ich jetzt gerne weitermachen?“. Oft kommt dabei eine Pause heraus, hinterher etwas neuer Schwung. Eine Runde scheitert, wenn die Fragestellung unklar geblieben ist oder zu viele Fragen auf einmal beantwortet werden sollen – Abhilfe schaffen manchmal mehrere Runden hintereinander, in der Einzelfragen Stück für Stück geklärt werden Reißverschlußprinzip Eine spezielle Redeliste bei Ungleichgewichten zwischen Männern und Frauen, zwischen „alten Hasen“ und „Neulingen“ oder ähnlich: Männer, Erfahrene o.ä., die sich melden kommen in der Reihenfolge der Wortmeldung dran, die benachteiligte Gruppe kann aber jederzeit mit einer Person zwischen zwei Rednern zu Wort kommen (bei reger Beteiligung kommt dabei eine abwechselnde Rede von z.B. Männern und Frauen dran, sonst kommen einzelne sich meldende Frauen aber immer ziemlich sofort dran.) Fish-Bowl/ Goldfischglas DER Ersatz für die ewigen Podiumsdiskussionen für bis zu mittelgroße Gruppen (50 Leute? , noch mehr mit zweiter Kreisreihe, dort aber ZuschauerInnen-Effekt) Einige Stühle werden in der Mitte im Kreis aufgestellt. Die „Podiumsbesetzung“ nimmt dort Platz, die anderen Menschen in einem äußeren Kreis. Von dort verfolgen sie die Diskussion. Wer sich beteiligen mag, steht auf und stellt sich hinter den Stuhl, dessen Besetzer/in er oder sie ersetzen möchte. Die/der darf nur wenn sie gerade redet noch seinen/ihren Satz beenden und verläßt dann die Innenrunde. Die Person, die neu auf dem Stuhl sitzt, diskutiert mit, solange sie mag, bleibt aber sitzen, bis sie wieder ausgewechselt wird. Erfahrung: Oft tolle Dynamik. Vielredner und Wichtigtuer, die nicht wirklich die Diskussion voranbringen, werden rausgewechselt, können sich wieder anstellen, lassen es aber bleiben, wenn sie schnell wieder raus müssen und nichts konkretes zu sagen haben. Gefahr: Stimmung kann ziemlich aggressiv werden. Fischbecken Entscheidungsfindung für bis zu 80-Menschen-Gruppen. Methode im Konsensverfahren. In einem großen Raum tagen in jeder Ecke (und ggf. auch noch jeweils zwischen zwei Ecken) Kleingruppen und diskutieren zu einer Entscheidungsfrage. Eine Person wird in den „SprecherInnenrat“ entsandt – dieser Rat diskutiert in der Mitte des Raumes, alle Gruppenmitglieder sitzen aussen und hören zu. Die SprecherInnen kehren nach Austausch im Rat zurück in ihre Gruppen. Die Gruppen sind informiert über den Stand der Diskussion in den anderen Gruppen und prüfen, ob es schon Entscheidungsvorschläge gibt. Die SprecherInnengruppe kommt wieder zusammen etc. Wichtig: SprecherInnen können rotieren, im Rat können keine Entscheidungen getroffen sondern nur Vorschläge entwickelt werden. Der letzte Schritt muß die Zustimmung jeder Kleingruppe sein, die dann nur noch knapp im Rat bekannt gegeben werden kann. Grundlage ist das Konsensprinzip, das allen bekannt sein soll. Einsatz: Diese Methode ist bei schwierigen Konflikten in einer größeren Gruppe erfolgreich eingesetzt worden (Kongress-Orgateam beim Jumja...) und auch zur schnellen Klärung von Verhalten angesichts Polizeieinsatz im Wendland. Rollenverteilung Rotiert! ZeitgeberIn Stimmungsbeobachtung Protokoll Harte Fälle Würfeln, Abstimmen, Duell? Abstimmen sehen manche Gruppen nach gescheitertem Konsensverfahren und evtl. einer Wiederholung dessen vor. Klar ist, das da immer ein Schaden entsteht durch „unterdrücken“ der überstimmten Meinungen. Den Würfel oder eine Münze entscheiden lassen, kann in einer verfahrenen Situation helfen, aber es muss ein Konsens darüber geben, dass diese Methode eingesetzt wird. Zukunftswerkstatt Manchmal passiert es aber, dass man gerne etwas zu einem Thema machen möchte, man weiß aber nicht wie und was. Eine Möglichkeit, dann auf eine Projektidee zu kommen, ist eine Zukunftswerkstatt. Eine Zukunftswerkstatt ist in drei Phasen aufgeteilt: - Kritisieren: es wird alles kritisiert, was einem zu diesem Thema nicht passt. - Wunschbild entwickeln: von der Kritik ausgehend wird ein Wunschbild entwickelt, dass durch eure utopischen Vorstellungen und Phantasien entsteht. - Realisierung: Das Wunschbild wird auf mögliche Umsetzung geprüft. Die Zukunftswerkstatt dauert im Idealfall drei Tage, und mit den Ergebnissen kann man das Anfangen sein Projekt durchzuführen. Es gibt aber auch noch weitere Methoden, um Projekte zu entwickeln, besonders empfehlen möchten wir hier: Open Space Es ist eine "Konferenzmethode". Die Methode kommt aus den USA. Sie versucht, die informelle Pausensituation zum Konferenzprinzip zu wenden. Dabei stammt die Idee des "offenen Himmels" aus Afrika, die der "Erfinder" Harrison Owen von dort "mitgebracht" (geklaut könnte mensch böswillig sagen...) und auf die Konferenzsituation übertragen hat. In Deutschland wird die Methode vor allem von Unternehmensberatungen vermarktet oder auch in Agendaprozessen angewendet. Beides spricht vielleicht eher gegen die Methode, aber die Grundsätze der Methode kommen eigentlich unserer selbstorganisierten Arbeitsweise sehr nahe. Open Space ist eigentlich eine "anti-methodische" Methode, bei der das Prinzip der minimalen Vorgaben gilt. Sie setzt auf Selbstorganisation und Mobilisierung der individuellen Kreativität. Zitat: "Es gibt einen einzigen Versuch, der den Mißerfolg einer Open-Space-Konferenz garantiert, und das ist der Versuch, die Kontrolle zu behalten" (Harrison Owen). Im Open Space kann jede/r seine eigenen Themen oder Ideen als Arbeitskreis anbieten oder zu dem Arbeitskreis gehen, der ihm/ihr gefällt. Alle Gruppen notieren ihre Ergebnisse und schließen im Idealfall auch schon Vereinbahrungen für die Zukunft (weitere Treffen, Rundbriefe oder ähnliches). Die Arbeitsgruppen sind jeweils sowohl in ihrer Arbeitsmethode, als auch in ihrer weiteren Zeitplanung, autonom. Am ende werden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt. Die vier Prinzipen von Open Space: Wer auch immer kommt, es sind die richtigen Leute soll besagen, daß - egal ob sich nur einer oder 25 für ein Thema interessieren - es genau die Menschen sein werden, deren Motivation für genau dieses Thema offensichtlich groß ist. Was auch immer geschieht, es ist okay ist ein Prinzip, das daran erinnert, daß die ungeplanten und unerwarteten Dinge oft die kreativsten sind. Es beginnt, wenn es beginnt ist wie die Antithese zur vielzitierten Pünktlichkeit. Im Open Space ist sie erlaubt, denn die menschliche Energie richtet sich nicht dem Minutenzeiger der Uhr. Und das vierte Prinzip lautet: Vorbei ist vorbei, was soviel bedeutet, daß manchmal ein Thema nur zerredet würde, hielte man die anderthalb Stunden zwanghaft ein, obwohl längst alles gesagt ist. Diese Prinzipien anzuwenden ist kein Muß. Daher gibt im Open Space nur eines: "Das Gesetz der zwei Füße". Was soviel bedeutet, daß jede/r permanent mit seinen zwei Füßen abstimmt, also uninteressante Gruppen oder Vielredner haben schlechte Karten. Wenn jemand feststellen sollte, daß er/sie in der Arbeitsgruppe nichts lernen oder beitragen kann, soll er sich doch als Hummel oder Schmetterling tummeln." (zur Erklärung: Hummeln schwirren von Gruppe zu Gruppe, Schmetterlinge gehen in keine Gruppe, sondern sonnen sich am Pool und inspirieren die Vorübergehenden). Ihr seht, gar nicht so viel neues zu dem, wie bisher Projekttreffen abgelaufen sind, aber es kommt eben noch stärker auf Eure Ideen und Euer Engagement an! Wenn Ihr speziell zu Open Space Fragen habt oder Anregungen, könnt Ihr Euch auch bei mir melden: Jörn Hartje Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. 2. Projektplanung: Nach der Projektidee steht die Planung. Zuerst sollte überlegt werden, was zu machen ist. Dabei ist diese Liste hilfreich: - Was wollen wir genau? - Was brauchen wir dafür? - Situations- und Bestandanalyse: Was ist da, auf was für Probleme können wir bei der Umsetzung stoßen? - Was ist zu tun?: Weitere Schritte mit Maßnahmenkatalog und Zeitplanung - Aufgabenverteilung: Wer macht was, wann, mit wem, wie genau? Siehe genauere Checkliste nächste Seite! Checkliste Projektplanung - die 8 Ws Die 8 Ws sind die Fragewörter anhand derer Ihr Euer Projekt von Anfang bis Ende durchdenken könnt. Habt Ihr für Eure Gruppe alle Ws mal durchgesprochen und detailliert beantwortet, dann seid Ihr schon mal 8 ganz große Schritte weiter. Ihr habt Eure Ziele definiert, wisst was Ihr wollt und mit der Umsetzung kann es losgehen. Warum ? Warum überhaupt das Projekt? Welche Ziele verbinden wir mit dem Projekt? Was ist unsere Motivation? Welchen Bedarf wollen wir stillen? Wem können wir mit unserem Projekt nutzen? Bedarf Spaß, Ansehen, Erfahrung, etc. Eigene Probleme und Missstände, etc. Soziales, Kulturelles, „was für Jugendliche“ uns selbst, unserer Zielgruppe Was ? Was soll passieren? Was können wir dazu beitragen? Welche Möglichkeiten und Grenzen gibt es? Projektinhalt Zeit, Wissen, Vorerfahrung, usw. Neues erschließen, finanzielle Grenzen Wem ? Wem soll das Projekt nützen? Wieso kann gerade unser Projekt von Nutzen sein? Wie können wir das Projekt auf die Zielgruppe zuschneiden? Wie groß ist die Zielgruppe? Aus welchen sozialen Bezügen stammen die Teilnehmer/innen? Welche Interessen und Bedürfnisse bringt die Zielgruppe mit? Welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede bestehen? Zielgruppe Innovatives Angebot, Außenwirkung erkennen, usw. Gruppengröße, Interessen der Gruppe ganze Stadt, ein Jugendzentrum Wohngegend, sozialer Brennpunkt, Alter, Geschlecht Spaßfaktor, Lern- und Arbeitsfaktor Alter, Vorerfahrungen Wozu ? Wozu die ganze Anstrengung? Was wollen wir als nächstes erreichen? Was wollen wir am Ende erreicht haben? Kurz- und langfristige Ziele Erste Schritte Zentrale Zielvorstellung Wer ? Wer macht das alles? Hat irgendwer bereits Vorerfahrungen? Kann uns jemand Außenstehendes helfen? Wie ist unsere Gruppe aufgebaut? Was heißt das für uns? Ist ein Kennen lernen erforderlich? Wer hat wo Kompetenzen? Arbeitsaufträge, Gruppenstruktur Wissen und Ideen einbringen Außenkontakte Freundeskreis, „bunt gemischt“ Gegenseitiges Kennen lernen & Motivieren Wie ? Wie sollen die Ziele erreicht werden? Wie wollen wir arbeiten? Methoden Methodenauswahl auf eigene Initiative & Zielgruppe zuschneiden Womit ? Womit sollen die Ziele erreicht werden? Mit welchem Geld können wir rechnen? Wie viel brauchen wir? Welche Sachmittel brauchen wir? Materielle Mittel Sponsoren, Anträge, Eigenmittel Arbeitsmaterialien, etc. Wann ? Wann sollen die Ziele erreicht sein? Wie viel Zeit steht zur Verfügung? Zeitplanung ein Monat, ein Jahr? 3. Durchführung Nach der Vorplanung, kann mit der Durchführung begonnen werden, dabei ist es aber wichtig, dass die Umsetzung immer wieder kontrolliert und reflektiert wird. Gemäß der Reflexion muss dann auch immer wieder neu geplant werden, wenn etwas anders als die vorangehende Planung verläuft. Hier eine Beispiel für eine Checkliste für die Durchführung eines internationalen Projektes: Checkliste zur Durchführung eines internationalen Projektes: 1. Bestimmung der eigenen Position: - Was wollen wir? - Warum wollen wir ein internationales Projekt durchführen? - Stehen alle aus der Initiative hinter der Idee? - An welcher Art von internationalem Projekt haben wir Interesse (Austausch, Kooperation für ein hier stattfindendes Projekt, Rundreise, Netzwerk...)? - Welchen Charakter soll das internationale Projekt haben (ein- oder mehrphasig, bi-, tri- oder multilateral, welche Arbeitssprachen, Übersetzungen oder nicht...)? - Welche Erfahrungen haben wir schon, auf welches Wissen können wir zurückgreifen? - Welches Wissen müssen wir zur Durchführung noch bekommen (z.B. Projektmanagement, interkulturelles Lernen, Methoden, Sprachkenntnisse...) ? - Kennen wir bereits mögliche Kooperationspartner oder müssen wir die noch finden? 2. Festlegung der eigenen Position in einem vorläufigen Konzept - grobe Projektidee skizzieren - grobes Programm festlegen - groben Zeitplan festlegen - erste Überlegungen zur Finanzierung anstellen - Kurzkonzept mit Projektidee, Programmentwurf und Zeitplan für mögliche Projektpartner übersetzen 3. Partnersuche - Bestehen bereits (auch persönliche) Kontakte ins Ausland? - Sollen diese Kontakte für das internationale Projekt genutzt werden? - Müssen weitere angebahnt werden und wenn ja, wie? - Recherche nach passenden Partnern auf internationalen Treffen, durch Suche in Datenbanken wie www.yonet.org oder www.webforum-jugend.de oder andere Kontakte (z.B. Nationalagenturen JUGEND) - Versenden des (englischsprachigen) Kurzkonzeptes an mögliche Kooperationspartner - Evtl. einen „short study visit“ in der Aktion 5 des Aktionsprogramms JUGEND beantragen, um den Partner kennen zu lernen 4. Eigene Vorbereitung und gemeinsame Vorbereitung mit den Partnern - Verantwortlichkeiten in Eurer Gruppe klären: Wer macht was, wer ist wofür zuständig? Wer gehört zum Vorbereitungsteam? - Eigene Vorbereitung, z.B. Programmpunkte ausarbeiten, Vorbereitungspapiere schreiben und gemeinsam diskutieren, Methoden für einzelne Phasen aussuchen ... - Vorbereitungstreffen mit den internationalen Partnern einladen (mit längerem Vorlauf vor dem Projekt, bei neuen Kooperationspartnern u.U. mehrere): Haben alle die gleichen Informationen? Welcher Partner soll welche Aufgabe übernehmen? Was soll alles auf dem Treffen geklärt werden, was wollt Ihr schon geklärt haben? Und dann natürlich alles Praktische (Anreise, Abholen vom Flughafen/Bahnhof, Unterkunft, Versicherung, evtl. Visum, Programm, Freizeit ...) - Gegenseitige Vorstellung der beteiligten Partner - Klärung der Interessen der beteiligten Partner, ihrer Arbeitsweise, ihrer Zielgruppen, ihrer „Philosophie“ - Abgleichen des Teilnehmer/innen-Profils für das Projekt (Alter, Sprachkenntnisse, soziokultureller Hintergrund, Geschlecht ...) - Gemeinsame Verständigung über die Ziele des internationalen Projektes - Klärung von Programmdetails, Einbeziehung der Änderungswünsche der Partner, gemeinsame Planung von Freizeitangeboten ... - Klärung praktischer Fragen (Visum, Versicherungen, Anreise, Teilnahmebeitrag ...) - Aufteilung der Verantwortlichkeiten im internationalen Vorbereitungsteam (Wer macht was? Wer hat welche Ressourcen und setzt sie für das gemeinsame Projekt ein? Wer bekommt welche Förderungen? Wer hat welche Kosten?) 5. Finanzierung - Förderkriterien einholen von in Frage kommenden potenziellen Förderern (JUGEND für Europa, DFJW, DPJW, Tandem, Kinder- und Jugendplan des Bundes, Stiftung Ost-Westliche Begegnungen, ...) - Finanzierungsplan aufstellen - Anträge stellen - Drittmittel besorgen durch weitere Stiftungsanträge, Sponsoren, Spender - Höhe eventueller Teilnahmebeiträge klären - Klären, ob die internationalen Partner eigene Beiträge leisten sollen, z.B. durch eigene Anträge in ihren Ländern 6. Durchführung des internationalen Projektes - unterscheidet sich je nach Projektart, daher hier nur eine Auswahl - bei jeder Art von Austausch oder Begegnung: Balance zwischen Interesse des Vorbereitungsteams, die Projektziele zu erreichen, und dem Interesse der Teilnehmer/innen, Land und Leute kennen zu lernen - Berücksichtigung sprachlicher, sozialer und kultureller Unterschiede der Projektteilnehmer/innen - Was bringt jeder Partner ein? Wie lässt sich ein tatsächlicher Austausch (von Standpunkten, Erfahrungen, Wissen ...) zwischen den Projektteilnehmer/innen erleichtern? - Welche Methoden sollen eingesetzt werden, um Barrieren zwischen den Projektteilnehmer/innen zu überwinden, um kulturelle Unterschiede zu thematisieren, um gemeinsam die Projektziele zu erreichen? - Welche Materialien sollen den Teilnehmer/innen an die Hand gegeben werden (Seminarmappe, Stadtplan, Plan des ÖPNV, Mini-Wörterbuch...)? - Begrüßung, Beginn, Highlights, Arbeitsphasen, Freizeit, Auswertung, Ende – irgendwas vergessen? 7. Auswertung - unmittelbare Auswertung durch die Projektteilnehmer/innen z.B. durch Rundlauf, Fragebogen, andere Auswertungsmethoden - Auswertung im internationalen Team durch Auswertungstreffen - Fragestellungen zur Auswertung: Haben wir unsere Projektziele erreicht? Was nehmen wir/was die Projektteilnehmer/innen mit nach Hause? Was lief schlecht, was gut? War das Programm angemessen? Wie war die Balance zwischen Freizeitinteressen und inhaltlichen Interessen? Hat es sich „gelohnt“, eine internationale Kooperation eingegangen zu sein? Oder ist es nur komplizierter geworden? - Besteht Interesse an einem Follow-up? Soll die Zusammenarbeit mit allen Partnern fortgeführt werden? War die Zusammenarbeit mit einzelnen Partnern schlecht und soll nicht fortgeführt werden? - Interne Auswertung: Was lief bei uns als Gruppe gut, was schlecht? Haben wir unsere Projektziele erreicht? Gibt es eine Diskrepanz zwischen Ausgangsidee und dem tatsächlichen internationalen Projekt – und wie bewerten wir dies? Machen wir so etwas noch einmal? Was müsste dann anders werden? Hat sich die Kooperation für uns „gelohnt“? Bücher/Materialien - „Aktionsmappe Umwelt“ vom Institut für Ökologie - „Die Organizer Spirale“ - „Projektarbeit für Profis“ - „Unser Verein von A-Z“ - „Das Buch zum Auftakt“ Wie finanziere ich Projekte? 1. Grundlagen Buchführung Die wichtigste Grundlage ist eine ordnungsgemäße und übersichtliche Buchführung. Sie ist nicht nur wegen der Rechtfertigung vor Dritten, wie z.B. dem Finanzamt wichtig, sondern auch, um selbst nicht den Überblick zu verlieren. Grundlage einer guten Buchführung ist das Sammeln von Belegen für ale Ausgaben. Normalerweise reicht eine einfache Buchführung, die sogenannte „Einnahmen-Ausgaben-Rechnung“. Bei den meisten Zuschüssen muss ein sogenannter Verwendungsnachweis erbracht werden, in dem dann die Belege enthalten sein müssen. Ein weiterer wichtiger Punkt für die Buchhaltung ist die Überprüfung der Konten und das Sammeln aller Kontoauszüge. Diese Angaben sind besonders wichtig bei der Überprüfung der Einnahmen. Verein, Gruppe oder Initiative Um staatliche Zuschüsse zu bekommen oder steuerabzugfähige Spenden zu akquirieren, ist es oft unerlässlich eine ordentliche Rechtsform wie Verein, Stiftung oder beim Zusammenschluss verschiedener Gruppen eine „Gesellschaft bürgerlichen Rechts“ mit einer eigenen Satzung vorweisen zu können. Projekte können sich auch Vereine als Träger suchen, wie z.B. die Pfadfinder. Weitere Anerkennungen, die man bekommen kann: - Steuerbefreiung (durch das Finanzamt) - Gemeinnützigkeit (durch das Finanzamt) - Annerkennung nach §75, Jugendförderung Woher möchte ich das Geld? Man sollte sich überlegen, von wem man Geld möchte, und von wem nicht: - Staat - Stiftungen - Firmen (welche und welche nicht?) - andere Organisationen Überblick Förderungs- und Finanzierungsarten Institutionelle Förderung: feste Summe pro Jahr zur Realisierung der satzungsgemäßen Zwecke, nicht an einzelne Projekte gebunden. Projektförderung: Summe, die aufgrund eines Antrages und eines Finanzplanes gewährt wird, um ein abgegrenztes Projekt ganz oder teilweise zu finanzieren. Festbetragsfinanzierung: vorher festgelegter Standardsatz an Förderung - und Ihr müsst zusehen, woher Ihr den Rest bekommt, wenn Ihr mehr braucht. Fehlbedarfsfinanzierung: Der Förderer verlangt von Euch den Nachweis, dass Ihr schon alle anderen Quellen angezapft habt und finanziert den fehlenden Rest der Kosten – bis zu einer bestimmten Höchstsumme. Anteilsfinanzierung: Der Förderer zahlt einen vorher bestimmten Prozentsatz der Kosten und verlangt, dass Ihr den Rest aus Eigenmitteln und anderen Fördergeldern bestreitet. Grundsätzlich gilt bei allen drei Förderungsarten: Geld gibt es nur aufgrund eines Antrages, der Eurer konkretes Vorhaben und die damit verbundenen Kosten begründet. Das Geld muss sparsam gemäß dem im Antrag genannten Zweck verwendet werden. Der Förderer verlangt von Euch eine Abrechnung und hat das Recht, die Mittelverwendung nach Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit zu überprüfen. Verknüpfungspunkte suchen Es ist wichtig sich zu überlegen, was die Einrichtung, von der man das Geld bekommen möchte, für ein Interesse daran hat, einem Geld zu geben. Man muss Verknüpfungspunkte zwischen seinen eigenen Vorstellungen und den Zielen des Geldgebers schaffen und im Antrag hervorheben. Eine Hilfe bei der Finanzierung kann dort auf jeden Fall sein, danach zu fragen, wie sich ähnliche Projekte finanziert haben. 2. Staatliche Gelder Wenn man Geld vom Staat will, muss man zuerst zwei Überlegungen anstellen: 1. Will ich das Geld? Die Gelder sind bei staatlicher Finanzierung nur bis zu einem gewissen Grad frei verwendbar. Man muss Rechenschaft über den Verbleib des Geldes ablegen und bei Aktionen gegen den Staat wird das Geld schnell gekürzt oder einbehalten. 2. - Welches Ressort betrifft mein Projekt? Es ist wichtig sich darüber klar zu werden, welchen Bereich dein Projekt betrifft. Davon abhängig ist auch, wo man seinen Antrag auf Finanzierung stellt. Es gibt z.B. Ressorts wie Umweltarbeit, Jugendarbeit, Kulturarbeit, Kinderarbeit, Behindertenarbeit etc. - Welche Ebene betrifft mein Projekt? Es ist auch wichtig sich Gedanken zu machen, welche Reichweite das Projekt hat. Ist es von bundesweiter Bedeutung oder betrifft es eigentlich nur den Landkreis? Nach der Frage der Ebene des Projekt richtet sich auch die Entscheidung, auf welcher oder welchen der staatlichen Ebenen man Gelder beantragen möchte. Eine lokale Gruppe kann z.B. nur dann Geld vom Bund bekommen, wenn ihre Arbeit von bundesweiter Bedeutung ist. Es gibt 5 Ebenen auf denen man staatliche Gelder beantragen kann: Stadt Kreis Land Bund EU Auf jeder Ebene gibt es die unterschiedlichsten „Fördertöpfe“ zu den unterschiedlichsten Ressorts. Man muss sich also informieren. Es gibt aber allgemein übliche Fördertöpfe, die es z.B. in jeder Stadt oder jedem Kreis gibt. Im folgenden ist aufgelistet, was auf welcher Ebene gefördert wird Stadt - Freizeitfahrten - Projektförderung - Materialien - Räume - Stellen (Festangestellter in einem Projekt) Kreis - Freizeitfahrten - Seminare - Projekte - Jugendgruppenleiterseminare Land In Bezug auf Jugendarbeit (Antrag beim Jugendministerium) - Seminare - Projekte In Bezug auf Umweltarbeit (Antrag beim Umweltministerium) - Projekte Bund Jugendarbeit In Bezug auf Jugendarbeit (Ministerium für Jugend, Frauen, Senioren) Der Fördertopf Bundesjugendplan ist eine Möglichkeit von Bund finanziert zu werden. Es werden finanziert: - internationale Begegnungen - Modellprojekte - Stellen (Festangestellte) Beim Bundesjugendplan stellt man den Antrag am besten über Bundesverbände, z.B. NABU oder über Landesbehörden, die für einen stellvertretend einen Antrag stellen (vor allem in Bezug auf internationale Begegungen). Als kleine einzelne Initiative oder Gruppe ist es sehr schwer bei der Verteilung der Gelder Beachtung zu finden. Umweltarbeit - Ministerium für Umwelt im Rahmen der Umweltmarke. Die Umweltmarke ist eine Briefmarke, die jedes Jahr vom Bundesministerium für Umwelt herausgegeben wird und jedes Jahr eine neues Thema hat. Die Einnahmen diese Marke werden zur Förderung von Umweltprojekten verwendet. - Umweltbundesamt Das Umweltbundesamt finanziert vorwiegend Veröffentlichungen EU Auf EU-Ebene gibt es vielfältige Programme und Ausschreibungen, über die man Geld bekommen kann. Jugend für Europa Der Fördertopf Jugend für Europa fördert mit bis zu 20000 DM. Sie fördert jedoch nur 50% der Gesamtkosten. Bei einem Zuschuss von 20000 DM muss man also insgesamt 40000 DM Ausgaben nachweisen. Der für Projektarbeit relevanteste Fördertopf ist der Topf für Jugendinitiativförderung. Dort kann jede Jugendinitiative ode jede Gruppe, die in der Jugendarbeit tätig ist, Geld beantragen. Infos zur Aktion 1 Im Programmteil 1 des JUGEND-Programms geht es um die Förderung von Jugendbegegnungen. Auch hier sind Leute zwischen 15 und 25 Jahren die Zielgruppe. Der „pädagogische Zweck der Begegnungsprojekte besteht darin, nicht formale Lernerfahrungen zu fördern. Die Gruppen beschäftigen sich mit gemeinsamen Themen und erfahren mehr über die Kultur der Partnergruppen“ (aus dem Benutzerhandbuch JUGEND 2002). Alles klar? Zu einer Jugendbegegnung gehören eine Aufnahmegruppe (Gastgeber) und eine oder mehrere Entsendegruppe/n (Gäste) mit insgesamt mindestens 16 und höchstens 60 Jugendlichen. Mindestens zwei Programmländer des Aktionsprogramms JUGEND (alle EU-Staaten plus Island, Liechtenstein und Norwegen sowie 12 Beitrittskandidaten zur EU hauptsächlich in Osteuropa) gehören naturgemäß zu einer Begegnung. Bilaterale Jugendbegegnungen (nur zwei beteiligte Länder) werden aber nur gefördert, wenn vorher noch keine Begegnung von der Gruppe organisiert wurde oder die Teilnehmer/innen „sozial benachteiligte Jugendliche“ sind. Also sollten drei (trilateral) oder mehr Länder (multilateral) in die Begegnung einbezogen werden. Gefördert werden dann bei der Entsendegruppe: - 70 % der tatsächlichen Reisekosten der Begegnung - ein Beitrag zu einem vorbereitenden Planungsbesuch - ein Festbetrag für Vorbereitung und Durchführung - Erstattung für außergewöhnliche Kosten für „Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf“ und für besondere Aktivitäten. Die Aufnahmegruppe bekommt: - einen Festbetrag für die Vorbereitung - einen Festbetrag für die Durchführung - einen Festbetrag pro Teilnehmer/in und Tag - Erstattung für außergewöhnliche Kosten für „Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf“ und für besondere Aktivitäten. Auch in dieser Aktion gibt es feststehende Antragstermine und offizielle Antragsformulare, die unter www.webforum-jugend.de erhältlich sind. Info JUGEND Aktion 3 Es werden Projekte mit einer Dauer zwischen drei Monaten und ein bis (in Ausnahmefällen) zwei Jahren gefördert. Die Förderhöchstsumme richtet sich nach Eurer Gruppe und der Art Eures Projektes. Eine Höchstsumme von 10.000 € gibt es für Projekte, die von Jugendlichen organisiert werden, die in sozialer oder ökonomischer Hinsicht benachteiligt sind – wenn die Projekte anderen benachteiligten Jugendlichen zugute kommen. Unter dieses Kriterium fallen Einwandererkinder genauso wie Leute in „strukturschwachen Gegenden“, also überall da, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Seid Ihr nicht in diesem Sinne benachteiligt oder nutzt Euer Projekt nur Euch selbst, aber keinen anderen Jugendlichen, dann reduziert sich die Höchstförderung auf 7.500 bzw. 5.000 €. Eine Jugendinitiative muss kein Verein sein; es reicht, 4 Leute zwischen 15 und 25 Jahren zusammen zu bekommen, von denen einer (der dann den Vertrag unterschreibt) älter als 18 sein muss. Weitere Bedingungen: - innovative Projektidee - gut strukturierter Zeitplan - es muss eine „europäische Dimension“ des Projektes verdeutlicht werden. Infos und Antragsfristen unter www.webforum-jugend.de. Sonstige Förderung durch das JUGEND-Programm Neben den Aktionen 1 und 3, hält das Aktionsprogramm JUGEND der EU noch weitere interessante Fördermöglichkeiten bereit. Neben der Aktion 2, die den Europäischen Freiwilligendienst abdeckt und der Aktion 4, in der gemeinsame Aktionen zwischen den EU-Programmen Socrates, Leonardo und jugend gefördert werden, ist dies vor allem die Aktion 5 (Unterstützende Maßnahmen). Sie dienen dazu, „all jenen, die an Jugendaktivitäten beteiligt sind oder sich für Jugendaktivitäten interessieren, bei der Vorbereitung und Entwicklung von Projekten und Initiativen im Rahmen des Aktionsprogramms JUGEND zu helfen“. Das heißt, dass Ihr hier endlich auch einmal Eure Jugendarbeiter/innen aus der Besenkammer hervorholen könnt, denn hier können sie genauso an Aktionen teilnehmen oder neue Projekte initiieren wie Ihr. Unter den neun förderfähigen Aktivitäten sind folgende für Jugendinitiativen besonders spannend: - Projektvorbereitender Besuch als Vorbereitung auf eine Kooperation in den Aktionen 1 oder 2 - Partner-Kontaktseminare, mit denen Ihr potenzielle Partner für Austausche, Kooperationsprojekte oder Netzwerke beschnuppern könnt - Kurzstudienreisen, mit denen sich einzelne aus Eurer Initiative über Formen und Strukturen von Jugendarbeit in anderen Ländern befassen können - Seminare, um sich über Methoden und Konzepte auszutauschen - Trainingskurse zur Weiterbildung - Grenzüberschreitende Partnerschaften und Netze, wenn aus den losen Kontakten mit ausländischen Initiativen eine etwas verbindlichere Zusammenarbeit werden soll. Förderfähig sind unterschiedliche Kosten in Zusammenhang mit den unterschiedlichen Aktivitäten, wobei eigentlich nie 100 % der Kosten übernommen werden. Sonstige Förderung durch die EU Die Europäische Union fördert viele unterschiedliche Sachen; die wenigsten davon sind für Jugendinitiativen realistischerweise erreichbar. Für die eher Fortgeschrittenen (also Leute, die schon seit Jahren mit Förderungen umgehen, einige größere Projekte gemacht haben, einen gemeinnützigen Verein hinter sich haben etc.) bieten sich ständige Recherchen auf den im Link-Bereich der CD veröffentlichten Seiten an. Insbesondere Projekte mit Bezug zu Antirassismus, Integration, Partizipation von Jugendlichen u.a. können Förderungen aus verschiedenen Generaldirektionen (GD) der EU bekommen, z. B. der - GD Beschäftigung und Soziales - GD Allgemeine und berufliche Bildung, Jugend - GD Justiz und Inneres Oftmals werden auf diesen und anderen Seiten Ausschreibungen und Aufrufe zur Einreichung von Anträgen veröffentlicht. Da immer Deadlines einzuhalten sind, empfiehlt sich, Seiten wie www.ec-network.net oder vergleichbare Seiten zu nutzen, die solche Informationen für den fortgeschrittenen Mitteljäger bereithalten. Förderprogramme der European Youth Foundation (Europarat) Eine andere Institution, die ähnlich wie das JUGEND-Programm der Europäischen Kommission Förderungen speziell für Jugendinitiativen bereithält, ist die Europäische Jugendstiftung (European Youth Foundation), die beispielsweise bis zu 10.000 € für Pilotprojekte vergibt. Anträge, Kontakt und Information: European Youth Foundation Directorate of Youth and Sport Council of Europe 30, Rue de Coubertin F-67000 Strasbourg Telefon: +33 (0) 3 88 41 20 19 Fax.: +33 (0) 3 90 21 49 64 E-mail.: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. Infos (englisch, französisch, russisch) auch unter www.eycb.coe.int Strukturfonds Durch Strukturfonds werden Projekte gefördert, die die Zusammenarbeit bestimmter Regionen in der EU beinhalten. Diese Gelder werden meist regional vergeben und sind teilweise auch in nationale Programme verpackt (Beispiele: „Ziel“-Programm in Schleswig-Holstein, Leader+). Zu diesen Programmen gibt es bei den Kreisen und Landesministerien Informationen. Außerdem laufen diese Programme meist nur zeitweise, dafür dann aber mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit, also achtet auch was bei Euch in den regionalen Zeitungen steht. ALLGEMEIN: Es ist zu beachten ,dass auf der gleichen Ebene (z.B. Umweltminst. und Jugendminist.) meist nicht doppelt finanziert wird. Zwischen den Ebenen gleichzeitig den gleichen Antag zu stellen, ist aber meist möglich (z.B. Kreis und Land) Stiftungen Allgemeines - Wenn man Geld von einer Stiftung will, gilt es zu beachten, ob die Satzung oder Fördervoraussetzungen mit den Zielen des Projektes übereinstimmen. - Viele Stiftungen finanzieren nur eigene Projekte - Um Gelder zu bekommen muss man möglichst jemanden aus dem Stiftungsrat kennen und schon im Vorfeld „Lobbyarbeit“ für sein Projekt machen. - Mailings an Stiftungen bringen meist nichts Erfahrungen mit Stiftungen Bundesstiftung Umwelt Wettbewerb Jugend Schützt und Auftakt wurden gefördert Anträge müssen sehr ausführlich sein (erst Projektskitze einreichen) Selbstverwaltete Jugendprojekte haben kaum Chancen Deutsche Bundesstiftung Umwelt, An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, Tel.: 0541/9633-0 Deutsche Umweltstiftung hauptsächlich eigene Projekte Förderinhalte unklar Ikea Stiftung haben die Naturkundewerkstatt gefördert nur einmalige Förderung kleinere Summen (bis ca. 10.000,-) mit glück zu bekommen Förderinhalte: innovative Einrichtung, Verbraucherinformation, Umweltbildung Ikea Stiftung, Am Wandersmann 2-4, 65719 Hofheim-Wallau, Tel.: 06122/997-200 Heinrich Böll Stiftung Bildung allgemein Keine investieven Maßnahmen Eventuell nur grün nahe Projekte Fürsprecher über Grüne zu empfehlen Heinrich-Böll-Stiftung, Rosenthalerstr. 40/41, 10178 Berlin SOF (Save our Future) Umweltstiftung Fördern PvR und seine Zukunftswerkstätten Anträge haben kaum Chancen, sind hauptsächlich selber aktiv S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung, Adenauerallee 21, 20097 Hamburg Kulturstiftungen/Jugendstiftungen der Sparkassen gibt es in fast jeden Kreis relativ konservativ fördern aber besonders gerne im Jugendbereich (nur regional zu Jugend, Kultur und Umwelt tätig) Adressen vor Ort bei den Sparkassen, Jugendämtern oder Jugendringen erfragen Deutsche Umwelthilfe wer selber Geld sammelt kann auch Geld beantragen nächste Sammlung ende Mai kleinere Summen (bis 5.000,-) Stiftung Deutsche Jugendmarke bundesweite Bedeutung (absolute Voraussetzung) fördert vor allem Bauwerke und innovative Projekte bis zu mehreren 100.000,- DM Es gibt natürlich noch viele weitere Stiftungen, jedoch sind viele nur mit ihren eigenen Projekten tätig bzw. es bedarf sehr viel Engagement diese Stiftung von der Förderwürdigkeit des eigenen Projektes zu überzeugen. Aber selbst bei den angegebenen Stiftungen sind unsere Erfahrungen nicht besonders gut. Wer nicht intensive Lobbyarbeit betreibt hat meist keine Chancen. Bei den bundesweiten Stiftungen wird meist bundesweite Bedeutung vorausgesetzt (das wird häufig mit bundesweiten Trägern gleichgesetzt). Wer sich noch weiter für dieses Thema interessiert, dem sei unser umfangreiches Archiv über Finanzierung empfohlen, das nach Absprache in der JUP! eingesehen werden kann. Firmen/Sponsoring Hier wird vom Sponsor eine Gegenleistung erwartet. Man muss sich die Frage stellen, ob diese Gegenleistung erfüllt werden kann oder soll. Die Antragstellung läuft meistens in 3 Schritten ab: 1. Anruf: man ruft die Firma an und erzählt von seinem Projekt und fragt nach Sponsoring 2. Schreiben. Nach dem Anruf ist es am Besten noch einen schriftlichen Antrag zu stellen 3. Wenn darauf keine Reaktion folgt, ruft man am Besten noch einmal an. Wichtig dabei ist, dass man sich nicht mit vagen Versprechungen abspeisen lässt, sonder sofort versucht, Nägel mit Köpfen zu machen. Checkliste Spendenbrief Bevor Ihr irgendwen um Geld anbettelt, ist es manchmal sinnvoll, sich im vorab ein paar Überlegungen zum Schreiben eines Spendenbriefes zu machen. Die folgende Checkliste soll Euch behilflich sein, einen Spendenbrief zu verfassen, der sich nachher im wahrsten Sinne des Wortes auszahlt. Also, guckt mal drüber, bevor es mit dem Schreiben losgeht. Habt Ihr ein einheitliches Brieflayout und einen prägnanten Briefkopf? Es macht sich immer gut, wenn Ihr Eurem Briefkopf, bzw. Brieflayout einen gewissen Wiedererkennungswert verleiht. Natürlich sollt Ihr das Blatt Papier nicht als Graffitiwand missbrauchen, aber ein wenig Kreativität wird auch den Spendern gefallen und lässt beim nächsten Anschreiben gleich erkennen, dass der Brief von Euch ist. Sind im Briefkopf alle Kontaktinformationen für eventuelle Spender enthalten? Ihr solltet den Spendern auf jeden Fall die Möglichkeit zur weiteren Kontaktaufnahme und Rückfragen geben. Von daher bietet es sich an, im Briefkopf Eure unterschiedlichen Kontakte anzugeben (Adresse, Email, Telefon, ggf. Kontoverbindung) ...sonst wird´s nix mit der Spende! Ist der Betreff (der eigentliche Spendenzweck, um den es geht) deutlich sichtbar vor Beginn des Briefes hervorgehoben und spricht er die Zielgruppe an? Insbesondere größere Konzerne oder Vereine haben keine Zeit und keine große Lust, im Brief nach dem eigentlichen Zweck Ihrer möglichen Spende zu suchen. Damit der Spendenbrief nicht im Papierkorb landet, solltet Ihr vor der Anrede eine fettgedruckte Betreffzeile einschieben. Der Sinn ist es, in wenigen (ca. 2-3) Wörtern Euer zentrales Anliegen zu schildern. Beispiel: Spende für internationales Projekt Persönliche Anrede nicht vergessen? Habt Ihr einen guten Einstieg gefunden, der den Spender zum Weiterlesen motiviert? Habt Ihr bereits Spenden von anderen Personen/Einrichtungen bekommen? Gibt es andere Referenzadressen? Kommt Euer persönliches Anliegen rüber? Habt Ihr verständlich und gut lesbar geschrieben? Ist der Brief auch nicht zu lang? Wie sieht´s mit anderen Bitten neben Kohle aus? Auch eine Briefanlage kann eine gute Anlage sein. Alles dabei? PS: Das Wichtigste steht am Schluss? Exkurs Sponsoring Hier ist immer Vorsicht geboten! Will die Umweltgruppe wirklich mit dieser Firma in Verbindung gebracht werden bzw. ihr zu einem grünen Öko-Mäntelchen verhelfen? An dieser Stelle nur einige kleine, unproblematische Varianten des Sponsorings. Sie gehören noch zum Kapitel "Schnorren". Ein Copyshop kopiert kostenlos Plakate oder Flugblätter für eine Aktion. Die Gegenleistung: In einer Ecke wird sein Logo mitgedruckt. Eine Bio-Farben-Firma spendet Farben für den Neuanstrich des Umweltbüros. Dort weist dann ein kleines Schild auf den Hersteller hin. Die Firma ist aber "p.c." und die Kooperation finden beide Seiten gut. Bei einer Ausstellung zu einem Thema werden passende, glaubwürdige Ökobetriebe angesprochen, ob sie genannt werden wollen und was sie dafür geben (z.B. Ausstellung Müllvermeidung in der Schule, Nennung und Sachspende von UmweltpapierherstellerInnen, Stifte-Firma) Exkurs Spendenquittungen Voraussetzung für Spendenquittungen ist zunächst die Gemeinnützigkeit. Die meisten Umweltgruppen, die über einen Verein als Organisationsstruktur verfügen, haben die vom Finanzamt auszusprechende Gemeinnützigkeit. Umweltschutzarbeit als Satzungsziel berechtigt - neben einigen Formalia in der Satzung - zu dieser Anerkennung. Vereine, die als unmittelbar gemeinnützig anerkannt sind, können selber Spendenbescheinigungen ausstellen. Das ist sehr angenehm beim Sachspenden-Organisieren. Die Firma, die spenden will, kann dann eine Rechnung schreiben (die ist notwendig!) mit dem Vermerk: "Gegen Spendenquittung verzichten wir auf Begleich". Sie erhält die Spendenquittung über den Betrag.Fertig. Wer nicht diese höchste Stufe der Gemeinnützigkeit erreicht hat, muß z.B. die Gemeinde/Stadt-Verwaltung zwischenschalten. Auf deren Konto muß die Spende eingehen, die Bescheinigung wird weitergeleitet und das Geld ohne Abzüge an den Spendenempfänger überwiesen. Das ist allerdings beim Umgang mit Sachspenden aufwendig. Da muß die Firma ihre Rechnung wirklich bezahlt bekommen und anschließend rückspenden. Wenn die Verantwortlichen solchen Aufwand scheuen kann die sicher geglaubte Spende doch noch flöten gehen. Unmittelbar gemeinnützig ist z.B. die Jugendarbeit oder Verbraucherberatung, Umweltschutzarbeit allerdings nicht. Vereine, die beides in ihrer Satzung verankert haben, werden meist vom Finanzamt abgestuft. Die Projektwerkstatt im Kreis Gießen z.B. hatte aber Erfolg mit ihrem Widerspruch: Sie trennt die Buchhaltung sauber nach dem Umwelt- und dem Jugendarbeitsbereich auf. Spenden für die Jugendarbeit darf ihr Förderverein nun selber quittieren, Spenden für den Umweltsektor müssen über das Gemeindekonto laufen. Etliche Umweltaktive sind nicht in einem Verein organisiert, manche Vereine erhalten auch trotz ihres Umweltengagementes nie die Gemeinnützigkeitsanerkennung (wie z.B. die Coordination gegen BAYER-Gefahren, die mitten im Einflußgebiet des Mega-Konzerns beim Finanzamt strikt abgelehnt wird...). Hier ist es möglich, sich einen Verein zu suchen, der bereit ist, ein Konto für die Gruppe einzurichten. Es ist eine eindeutige Vereinbarung zu treffen, daß das Geld wirklich für die Gruppe zur Verfügung steht und auch erreichbar ist und daß im Gegenzug die Gruppe am Jahresende eine saubere Auflistung der Geldgeschäfte auf diesem Konto vorlegt. Bei einem solchen Unterstützungsverein, der nicht am selben Ort sitzen muß, kann sowohl eine uneingeschränkte, als auch die einfache Gemeinnützigkeit vorliegen. Im letzten Fall müssen Spenden wieder über ein Konto der Stadt laufen, bevor sie das Spendenkonto erreichen. Schnorren und zwar richtig! Jede und jeder weiß: Umweltgruppen haben immer zu wenig Geld. Auszunehmen sind vielleicht die, die skrupellos mit Schmuddelfirmen kooperieren oder die, die es verstehen, immer den aktuellen Anforderungen für eine satte staatliche Förderung zu entsprechen. Aber das kann nicht Sinn der Sache sein. Es gibt jedoch Gruppen, die konsequente Umweltarbeit machen und trotzdem nicht "am Hungertuch nagen". Eines ihrer Geheimnisse ist: Ganz wenig Geld brauchen! Es gibt nur wenige Bereiche, in denen es nicht auch ohne Knete ginge, Sachspenden können ganz gezielt und in breiter Form für die Umweltarbeit organisiert werden. Vorweg: Grundlagen erfolgreichen Schnorrens 1. Fast nichts läßt sich nicht "für umsonst" bekommen. Ein bißchen Phantasie ist Vorraussetzung, um die richtigen Quellen zu finden und anzuzapfen. 2. Eine Portion Mut, Dreistigkeit und Penetranz ist notwendig, um erfolgreich beim "Schnorren" zu sein. Aber diese Eigenschaften lassen sich trainieren. Für ihre gute Sache gelingt es auch "ganz wohlerzogenen" Menschen, dreist zu betteln oder, eleganter ausgedrückt: erfolgreich Sachspenden zu aquirieren. Die richtigen Quellen Für AnfängerInnen mag es schwerfallen, sich zu überlegen, wo diese oder jene notwendigen Dinge herzubekommen sind. Einen kleinen Eindruck zur Orientierung soll folgende Liste geben. „Spenden“ AnsprechpartnerInnen Neue Geräte, Büromaterial EinzelhändlerInnen Neue Geräte, Büromaterial HerstellerInnen Fehlerhaftes, Vorführgeräte HerstellerInnen Selbstgemachtes Hand- und HeimwerkerInnen Bücher Verlage Gebrauchtes (Möbel, Büromaschinen, Aktenordner) Banken, Ämter, Versicherungen Nebenprodukte, Verpackungen, Reste Firmen am Ort Dienstleistungen Copyshops, Versicherungsagenturen... Alte Möbel, Haushaltsartikel Privatleute, Sperrmüll, Anzeigenblätter Ein paar nützliche Erkenntnisse über die jeweiligen AnsprechpartnerInnen EinzelhändlerInnen: Sie sind vor allem eine Quelle für Kleinmengen. Anfragen wegen Werkzeugen, Bastelmaterial, allgemeinem Bürokrams und ähnlichem sind schnell bis zum Wert von ca. 50 DM erfolgreich. Sinnvoll ist ein konkreter Anlaß für die Anfrage: z.B. ein Kinderfest, eine Ausstellung, eine Einweihung einer Projektwerkstatt oder eines Umweltzentrums... EinzelhändlerInnen sind auch als PartnerInnen interessant, wenn Geld für einen Einkauf vorhanden ist. Oft sind Rabatte zu vereinbaren. Wenn der Einkauf im Rahmen eines Finanzzuschusses läuft: Rabatt vereinbaren, Rechnung über Normalpreis ausstellen lassen und bezahlen, Preisnachlaß zurückspenden lassen. HerstellerInnen: Hier ist auch über teurere Geräte zu verhandeln. Wenn es mit der reinen Spende nicht klappt, lässt sich bei wichtigen Dingen über Preisnachlässe sprechen. Bei überragional arbeitenden Firmen lohnt es, vor der Kontaktaufnahme herauszufinden, wer die Produkte in der Nähe vertreibt (gelingt dies nicht vor dem ersten Anruf, einfach forsch danach fragen). Häufiger geben HerstellerInnen an ihre Vertriebsstellen weiter, daß die Umweltgruppe XY die das Produkt Z kostenlos oder ermäßigt erhält. Die HerstellerInnen übernehmen (teilweise oder vollständig) den Verlust für die HändlerInnen. Elektrowerkzeuge, Büromaschinen und viele Dinge mehr sind auch als Vorführgeräte im Umlauf. Nach einiger Zeit im Schaufenster bzw. im Einsatz vor den Augen potentieller KundInnen gehen die guten Stücke zurück an die HerstellerInnen. Gezielt danach zu fragen kann genauso gut sein, wie sich nach fehlfarbenen, leicht beschädigten Geräten zu erkundigen. HandwerkerInnen: Sie stellen aus "Rohstoffen" neue Dinge her. Es ist möglich, daß sie ihre Arbeitszeit für eine gute Sache geben und nur Materialkosten in Rechnung stellen. Oder sie lassen sogar das. Banken, Ämter, Versicherungen und Co.: Eine wahre Goldgrube bei der Suche nach alten Möbeln und ausrangierten Büromaschinen. Auf eine freundliche Anfrage öffnen oft geduldige Hausmeister (oder weniger geduldige, dann ist mehr Verhandlungsgeschick gefragt!) die Keller. Schreib- und Rechenmaschinen, Schreibtische, Regale, Schränke, Tische, Stühle, Aktenordner, Hängeregistraturen... warten dort auf einen neuen Einsatz. Vor allem die Institutionen, die sich vorbildlich ihren KundInnen präsentieren wollen, wie Bankfilialen und Versicherungsbüros, mustern Mobiliar, das gerade beginnt, nicht mehr wie neu auszusehen, schnell aus. Verlage: Für Verlage ist es die Haupt-Werbestrategie: Von jedem neuen Buch gehen Dutzende bis Hunderte an die Presse, die das Werk besprechen soll. Gruppen, die eine Umweltzeitung herausgeben oder mit einer Mit der Bitte um Rezensionsexemplare (beim ersten Kontakt muß eine Zeitung mitgeschickt werden) kommen auch teure Werke schnell und umsonst ins Haus. Die Quellen diverser Reste und Abfälle: Da ist zunächst zu überlegen, wo was anfallen könnte. Transparentstoff? In Krankenhäusern und Hotels gibt es alte Bettlaken. Ausstellungswände? Endlosdruckereien bekommen ihr Papier auf geschlossenen Paletten, die sehen schon einigermaßen edel aus. Einwegpaletten für andere Fälle tauchen bei den meisten Firmen auf, die größere Mengen ein- und verkaufen. Papier für die Diskussionsmitschrift an der Wand? In (Zeitungs)Druckereien gibt es Papierrestrollen gratis. Kabel? Heizkörper? Lederreste? Kleinere Farben-Mengen? Bei den entsprechenden Handwerksbetrieben nachfragen. Vielleicht wundern die sich, weil noch niemand bat, z.B. herausgerissene Elektrokabel aufzuheben. Aber das ist kein Grund, es nicht jetzt zu tun. Solche relativ harmlosen Anfragen (kosten die SpenderInnen schließlich nichts) können Aufschluß geben, ob mit den AnsprechpartnerInnen auch in anderen Fällen was zu machen ist. Versicherungsbüros, Copyshops u.a. Dienstleister: Auch eine Haftpflichtversicherung kann der Umweltgruppe geschenkt werden! Und vieles andere mehr. Wirkungsvolle Hilfsmittel sind hier auch Gegenleistungen wie Spendenquittungen (siehe unten) und Freinanzeigen in der Umweltzeitung. Kleines 1x1 der SchnorrerInnen: Im folgenden gibt es Tips und Tricks, wie erfolgreich Sachspenden akquiriert werden. Vorher überlegen: Erstmal klären, was überhaupt gebraucht wird (eventuell auch, was als Ersatz dienen könnte) Überlegen, woher es kommen könnte und recherchieren, wo die Adresse herkommt. Die regionalen Gelben Seiten sowie das Alternative Branchenbuch (Altop-Verlag) gehören zur Grundausstattung, ein Besuch beim Fachhändler verschafft nötige Kataloge, Fachleute können Auskunft geben über spezielle Herstellerbetriebe. Das "Opfer" anvisieren und loslegen! Allgemein: Bei allen Anfragen gilt: Möglichst jeden Schritt der Absprachen schriftlich festhalten. Kontaktpersonen, Stand der Dinge, Termine und wann wieder nachzufragen ist. Die beste Reihenfolge: Anrufen, ganz kurz das Projekt und die Bitte vorstellen (bei größeren Firmen, wo zunächst die Telefonzentrale rangeht, ist dies auch sinnvoll, um richtig weiterverbunden zu werden. Wer schon weiß, in welcher Abteilung die Anfrage landen soll, kann sie sofort verlangen. Verbinden kostet oft Zeit, Einheiten und vielfaches Erklären, bis mensch die Richtigen erreicht.) Namen und Durchwahl des/der GesprächspartnerIn geben lassen. Wenn die Spur einer Chance auf Erfolg besteht, weitere schriftliche Infos ankündigen (eine Projektvorstellung sowie eine präzise Beschreibung des Wunsches) Brief oder Fax zu Händen der Kontaktperson schnellstmöglich auf den Weg geben (damit nichts in Vergessenheit gerät) Ein bis zwei Tage, nachdem der Brief angekommen sein muß, wieder anrufen und freundlich nachfragen. Selten gibt es sofort ein klares "Ja" oder "Nein". Aus einmal nachhaken können viele Male werden. Aber das ist wichtig: Es kann das konsequente Wieder-Melden sein, wofür es schließlich die Belohnung gibt (und wenn das Opfer auch nur die Nachfragerei endlich lossein will). Tipps und Tricks: Ein Brief vor einem Telefonat könnte meist genausogut von den Absendenden in den Papierkorb geworfen werden. Erst schreiben, wenn die Ansprechperson bekannt ist oder sonst klar ist, daß der Brief "erwartet wird". Ein Fax ist ein Mittelding zwischen Brief und Anruf, dennoch gilt: vorher persönlich melden, Schriftstück ankündigen! Wichtig: Nicht darauf einlassen, daß die Angesprochenen zurückrufen ("Wir melden uns dann" ist oft genug ein "Nein" durch Aussitzen). Statt dessen selber wieder anrufen. Wenn die anderen sich melden wollten, erspart eine Ausrede Peinlichkeiten und den Eindruck zu großer Aufdringlichkeit: "Ich war in den letzten Tagen schwer zu erreichen, vielleicht haben Sie es ja bereits versucht..." Bei kleineren Betrieben in erreichbarer Nähe kann es besser sein, einfach vorbeizukommen. Normalerweise schadet aber auch hier ein vorheriger Anruf nicht: dann ist wenigstens die entscheidende Person da. Firmen, die "warmgehalten" werden sollen, weil sie vielleicht nochmal als UnterstützerInnen in Frage kommen, könnten nach erfolgter Spende bei Gelegenheit einen Bericht, was gerade so läuft, erhalten (UnterstützerInnen-Infobrief zum Projektabschluß, Jahresende o.ä.) Warum funktioniert es: Was versprechen sich die SpenderInnen? Kleine Sachspenden gehören zum guten Ton. Für gemeinnützige Zwecke, normalerweise Kindergärten, Feuerwehr, Rotes Kreuz hat jede Firma was auf Lager. Die Umweltaktiven machen sich mit einer Anfrage präsent und werden dann auch berücksichtigt. Auch HerstellerInnen haben meist einen solchen Bestand. Selbst größere Spenden gibt es oft ohne Gegenleistung. Ein Werbeeffekt durch die Spende sehen alle Geschäftsleute gern. "Wir wollen gerne unser Büro mit umweltfreundlichen Gegenständen ausstatten, wir haben da auch immer interessierten Publikumsverkehr" kann ebenso die Eintrittskarte ins Spendengespräch sein wie die Zusage, daß bei der Präsentation des Projektes die Presse auf die Unterstützung durch ... hingewiesen wird. Solche Zusagen aber nur dann machen, wenn es auch politisch und moralisch richtig erscheint, eine solche kleine Werbung für dieses Unternehmen zu machen. Bei der Zusammenarbeit mit HandwerkerInnen spielt oft die persönliche Sympathie die größte Rolle. Alle SpenderInnen profitieren aber auch gerne von ihrem Entgegenkommen. Eine harmlose Variante ist die Spendenquittung. Dann können sie ihre Spende beim Finanzamt steuermindernd geltend machen. Eine weitere Möglichkeit ist ein Sponsoring. Dabei wirbt die Firma mit ihrer Förderung des tollen Umweltprojektes. Sie kann das selber machen (in Presseinfos, auf ihren Produkten, in ihrem Geschäftsbericht) und/oder das Projekt nennt die Firma bei eigenen Veröffentlichungen, bringt den Namen (oder die Namen, mehrere können es auch sein) bei einer Präsentation irgendwie rüber. Spenden oder Dienstleistungen gegen eine Anzeige in der Zeitung: Vieles wird erst möglich, wenn die Umweltgruppe eine eigene Zeitung herausgibt oder eng mit einer Umweltzeitung zusammenarbeitet: Freianzeigen gegen Büromaterial, Bücher, Reparaturen etc! Weitere Möglichkeiten - Toto und Lotto (z.B. Umweltlotto) - Umweltpreise - Materialienverkauf auch von eigenen - Fördermitglieder - Haussammlungen - Deutsche Umwelthilfe Das Konzept Bei jedem Antrag, den man stellt, egal an wen muss man ein Konzept schreiben, in dem man sein Projekt vorstellt und skizziert. Dabei gilt die Grundregel, je mehr Geld man haben möchte, umso umfangreicher muss das Konzept sein. Ein Konzept ist immer in drei Abschnitte eingeteilt, egal wie lang es ist. 1. Hintergrund (Beschreibung der Situation und warum es wichtig ist, das Projekt durchzuführen) 2. Idee (Folgend aus der Situation wird die Idee beschrieben 3. Durchführung (Genaue Beschreibung der Umsetzung der Idee, gut ist ein genauer Zeitplan Literatur: Adressen: „ECO-Adress das alternative Branchenbuch“ Altop Verlag „Das grüne Branchenbuch“ AVI Verlag und BUND, bisher für die Bundesländer: hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Bezug: AVI Verlag, Lasbeker Str. 9, 22967 Tremsbüttel „ Bunte Seiten – der Marktplatz für ökologisch und politisch handelnde Betriebe und Projekte“ Bezug: Contrste, Pf 104520, 69035 Heidelberg „Graue Seiten – kommentierte Öko-Adressenliste“ Bezug (5,- DM): MAUS-Versand.de, Im Internet ist die Adressenliste unter www.projektwerkstatt.de zu finden „Bundesweiter Studentische Adressreader“ Freier Zusammenschluss von Studentenschaften Projektorganisation „Jugend-Aktionsmappe Umwelt“ 29,80 DM, gibt’s über die JUP! „Das Buch zum Auftakt“ 10,- DM, www.MAUS-Versand.de „Jugend-Aktionsmappe Umwelt“ 24,80 über die JUP! „Regenbogen Kämpfer Mappe“ 24,80 und auch über die JUP! „Projektarbeit für Profis“ Ökotopia Verlag Vereine „Unser Verein von A-Z“ WRS Verlag „der Verein“ WRS Verlag, dicker Ordner und teuer, aber sehr umfangreich „Buchführung für Vereine“ wrs Verlag „Die Besteuerung der Vereine“ Schäfer-Poeschel Verlag, zwei dicke Bände mit allen wichtigen Informationen Finanzierung „Fundraising – Spenden, Sponsoring, Stiftungen“ Campus Verlag „Die Kunst des Bettelns – Tips für erfolgreiches Fundraising“ Beck Verlag „Finanzierung, vernetzung, Organisation – Orientierungswissen für selbstorgainierte Initiativen“ Cash Coop, Motzstr. 4, 34117 Kassel „Kursbuch Fundraising – Mittelbeschaffung für selbstorganisierte Initiativen“ Cash Coop, Motzstr. 4, 34117 Kassel „Handbuch Sozial-Sponsoring“ Beltz Verlag „Öffentlichkeitsarbeit und Mittelbeschaffung“ Juventa Verlag „Leitfaden Sponsoring & Event-Marketing“ RAABE Verlag, teuer, dick und eher für Profis EU Förderung „So kann´s gehen – Europäische Fonds unterstützen lokale Projekte“ „EU Förderung“ Beide Broschüren sind von den Grünen herausgegeben, vergriffen Stiftungen „Maecenata Stiftungsführer“ Maecenata Verlag, hier werden die wichtigsten Stiftungen aufgeführt „Wie Stiftungen Fördern“ Stiftung Mitarbeit Zeitschriften und weitere Infos „Bankspiegel“ GLS Bank, PF 100829, 44708 Bochum, Tel: 0234/307930, Fax: 0234/3079333, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. „Ökorrespondenz“ Zeitschrift der Ökobank, die allerdings jetzt der Raiffeinsenbank gehört, Ökobank, Pf 160651, 60069 Frankfurt, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , www.oekobank.de „Jugend für Europa Info“ Deutsches Büro, IJAB, Hochkreuzallee 20, 53175 Bonn „Jugend für Europa Infofax“ immer mit den neusten Infos und Ausschreibungen, auf der Homepage www.webforum-jugend.de kann das Infofax als eMail oder Fax bestellt werden „EU-Rundschreiben des DNR“ Neuste Infos über die Politik der EU, aber auch mit neuen Ausschreibungen „Contraste – Monatszeitung für Selbstverwaltung“ immer mit vielen Infos über selbstverwaltete Betriebe (die Reste, die es noch gibt), Tauschringe, alternativer Ökonomie, allerdings teuer (8,-, 80,- jahresabo), Infos unter: http://www.nadir.org/nadir/periodika/contraste/ „Fundraising Magazin“ & „Verein & Management“ NonProfit Verlag & Service, Ein Geschäftsbereich der V&M Service GmbH, Zollernstr. 4 , 78462 Konstanz , Deutschland, Telefon: 07531-282141 Telefax: 07142-282179, eMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. „der Verein“ auch als Zeitschrift im WRS Verlag Weitere Infos: Bei einige Internetseiten können Newsletter bestellt werden. Stiftungen und auch einige Behörden heraus geben Jahresberichte heraus, die auch wertvolle Informationen geben können, bitte direkt bestellen Geschäftsberichte, Werbung in Zeitungen und Zeitschriften kann viel über die Firma und ihre Empfindlichkeiten, Ideale usw. verraten Darüber hinaus gibt es unzählige Broschüren, Infoblätter usw. von Behörden, Fonds, Stiftungen, Spendenparlamenten, einfach schauen und sammeln... Und ganz wichtig persönliche Kontakte sind immer die beste Information!!! Infos zu Finanzen im Internet EU-Förderung Jugend für Europa http://www.webforum-jugend.de/ Eurodesk http://www.eurodesk.org Jugend für Europa der europäischen Kommission http://europa.eu.int/comm/education/youth.html Weltweit Liste mit Förderern weltweit http://www.idealist.org/support.html#SEC29 Spenden und Non-Profit Nonprofit Management http://www.nonprofit-management.de/ europäische Sponsoring Börse http://www.esb-online.com/ Soziales Netz http://www.soziales-netz.de/ nonprofit http://www.nonprofit.de/ Archiv Fundraising, Sozialsponsoring http://www.paritaet.org/berlin/finanzen/archiv/archiv07.htm Umweltlotto: Norddeutsch Stiftung für Umwelt und Entwicklung (Hamburg und Meklenburg-Vorpommern) http://www.nue-stiftung.de/ BINGO! (Schleswig-Holstein/Niedersachsen) www.projektfoerderung.de Bundesweit http://neue-bundeslotterie.de Schweiz http://www.lotterie.org Vereine Vereinsnetz http://www.vereinsnetz.de/ Vereinsweb http://www.vereinsweb.de/ Vereinsrecht http://www.nonprofit-management.de/organis/index.html Vereine und Steuern http://www.infosteuern.de/Deutschland/Vereine/ Stiftungen http://www.stiftungsindex.de/ Kultur AG Soziokultureller Zentren www.soziokultur.de AG Soziokultur S.-H. http://www.soziokultur-sh.de/index.htm Kulturmanagement http://www.kulturmanagement.net/ Freiwilligenarbeit Onlinemagazin Freiwilligienkultur http://www.freiwilligen-kultur.de/ Oekojobs www.oekojobs.de Idealist.org www.idealist.org alternative Ökonomie Tauschring Archiv http://www.tauschring-archiv.de Tauschringadressen http://www.tauschringportal.de Netzwerk Selbsthilfe s.-h. http://www.netzwerk-sh.de Theorie AK alternative Ökonomie http://www.leibi.de/takaoe/ AG Spak http://home.t-online.de/home/t.bacher/spak.htm Bunte Seiten http://www.nadir.org/nadir/periodika/contraste/bunte.htm eco-Address (alternativen Branchenbuch online) http://www.eco-address.de/ globale Ideenbank HTTP://www.globalideasbank.org/ Ein paar Beispiele für Projekte Inihaus www.inihaus.de Lockschuppen http://www.schockluppen.de/ Lovis www.lovis.de Ökozentrum http://www.oekozentrum.org Ökojobs Oekojobs.de Projektwerkstätten www.projektwerkstatt.de Ökostrom von unten move.to/oekostrom |








