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DemoPlaner v.2 - Veranstaltungen

Veranstaltung 

Titel:
Wer schweigt stimmt zu!
Wann:
20.03.2010 15.00 h
Wo:
Oranienburg -
Kategorie:
ANTIFA

Beschreibung

Wer schweigt stimmt zu!
Nazis und Ras­sis­ten auf die Pelle rü­cken

Ras­sis­mus hat viele Ge­sich­ter, wobei ei­ni­ge klar zu er­ken­nen sind und ei­ni­ge ver­steckt ent­larvt wer­den müs­sen. Klar er­kenn­bar wird Ras­sis­mus, wenn Men­schen auf­grund ihrer Re­li­gi­on oder ihrer Her­kunft aus­ge­grenzt und an­ge­grif­fen wer­den. Fast täg­lich kann in ir­gend­ei­ner Re­gio­nal­zei­tung Deutsch­lands ge­le­sen wer­den, dass es wie­der einen ras­sis­ti­schen Über­griff gab(Laut Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2008, ca. 850 Über­grif­fe). Was nicht täg­lich zu lesen ist, ist wenn Asyl­su­chen­de und ge­dul­de­te Mi­gran­t_In­nen durch staat­li­che Or­ga­ne drang­sa­liert wer­den.

„Wer einen Men­schen ein­sperrt oder auf an­de­re Weise der Frei­heit be­raubt wird[…]be­straft“
Zitat: §239 des StGB

Nach den Land­tags­wah­len von Bran­den­burg hat die neue Rot-​Ro­te Re­gie­rung an­ge­kün­digt die Re­si­denz­pflicht für Asyl­su­chen­de auf­zu­he­ben. Al­ler­dings wird es schwie­rig sein dies um­zu­set­zen, denn die Re­si­denz­pflicht würde nur das Land Bran­den­burg tref­fen. Das be­deu­tet, dass Men­schen im Asyl­ver­fah­ren um Ber­lin her­um­fah­ren müs­sen, was fak­tisch kaum geht. Be­tre­ten sie Ber­lin, ma­chen sie sich straf­bar. Viele Aus­län­der­be­hör­den gren­zen die Be­we­gungs­frei­heit von Ge­dul­de­ten stark ein. Die Ge­dul­de­ten, die je­doch nicht dem Asyl-, son­dern dem Auf­ent­halts­ge­setz un­ter­lie­gen, sind von der Ge­set­zes­än­de­rung nicht be­trof­fen und kön­nen von ihr auch nicht pro­fi­tie­ren. Dies sind im­mer­hin 70% der Per­so­nen, die um Asyl bit­ten.

„Die Deut­schen haben Angst vor der Is­la­mi­sie­rung“
Zitat von: Wolf­gang Bos­bach (Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der CDU im Bun­des­tag)

Is­la­mo­pho­bie stellt mo­men­tan das am wei­tes­ten ver­brei­te­te ras­sis­ti­sche Res­sen­ti­ment dar. Ob es Pro­tes­te gegen Mo­sche­en, Kopf­tuch­de­bat­ten oder Kri­mi­nal­sta­tis­ti­ken sind. Es wird nicht mehr von No-​Go-​Are­as durch Neo­na­zis ge­spro­chen, lie­ber hal­lu­zi­nie­ren Bou­le­vard­pres­se und rech­te Po­li­ti­ker eine Ge­fahr von Deut­schen durch „ara­bi­sche“ und „tür­ki­sche“ Ju­gend­li­che. Am 29.​11.​2009 ent­schie­den 59% der Schwei­zer dass Mi­na­ret­te nicht mehr ge­baut wer­den dür­fen. Eine Be­schrän­kung für Kirch­tür­me fand in dem Volks­ent­scheid kei­nen Platz. Im Som­mer schlug Hans-​Chris­ti­an Strö­be­le vor einen mus­li­mi­schen Fei­er­tag ein­zu­füh­ren. Be­denkt mensch die Größe der mus­li­mi­schen Ge­mein­de in Deutsch­land ist dies ein Vor­schlag der ei­gent­lich in Ord­nung gehen würde. Es wurde nicht re­flek­tiert was Strö­be­le woll­te, son­dern es gab nur eine Re­ak­ti­on. Das „ei­ge­ne“ christ­li­che Abend­land muss­te vor dem „frem­den“ mus­li­mi­schen Mor­gen­land ver­tei­digt wer­den.

„Da stehn drei Nazis auf dem Hügel – und fin­den Kei­nen zum Ver­prü­geln“
Zitat: Rei­nald Grebe – Bran­den­burg

Ent­ge­gen dem ge­sell­schaft­li­chen Dis­kurs, sowie dem er­freu­li­chen Ver­sa­gen der NPD in Ober­ha­vel wäh­rend der Land­tags-​ und Bun­des­tags­wahl Bran­den­burgs im Sep­tem­ber 2009, bei der diese knapp 60% ihrer Stim­men ver­lo­ren hat, und dem wei­te­ren Rück­gang von Neo­na­zi­ak­ti­vi­tä­ten in Ober­ha­vel wird es von uns keine Ent­war­nung geben. Ge­ra­de die Neo­na­zi­sze­ne im süd­li­chen Ober­ha­vel ist be­kannt für ihre fast schon un­sicht­ba­ren Ak­ti­vi­tä­ten. Der Ver­such des in­zwi­schen ver­bo­te­nen Front­bann 24 in Ora­ni­en­burg und den in­zwi­schen auf­ge­lös­ten frei­en Kräf­ten in Vel­ten Fuß zu fas­sen, ist ver­mut­lich auch durch eine star­ke NPD und einer noch ak­ti­ve­ren JN miss­glückt. Ge­ra­de die Ora­ni­en­bur­ger JN-​Ka­der „mis­sio­nie­ren“ immer mehr junge un­or­ga­ni­sier­te Neo­na­zis und tre­ten be­son­ders gern bei Ver­an­stal­tun­gen des po­li­ti­schen Geg­ners auf, um die­sen ein­zu­schüch­tern.

Neben dem On The Streets in Hen­nigs­dorf ver­fügt die Neo­na­zi­sze­ne Ober­ha­vels dank Sa­scha Stein über einen wei­te­ren Treff­punkt in der Nähe des Ora­ni­en­bur­ger Bahn­hofs. Dort tref­fen sich Ju­gend­li­che Neo­na­zis aus dem Spek­trum der JN, ver­mut­lich für Schu­lungs­aben­de und Re­kru­tie­rungs­ver­an­stal­tun­gen.

„An­ti­fa­schis­ti­sche Po­li­tik [ist] nicht ex­tre­mis­tisch – son­dern ex­trem wich­tig“
Zitat: In­itia­ti­ve gegen jeden Ex­tre­mis­mus­be­griff

Die neue Bun­des­re­gie­rung hat in ihrem Ko­ali­ti­ons­ver­trag be­schlos­sen, dass „die Fort­füh­rung der vom Bund ge­för­der­ten Pro­gram­me gegen Rechts­ex­tre­mis­mus“ nun aus­ge­wei­tet wird. Nun soll aus dem glei­chem För­der­topf, der für viele Zi­vil­ge­sell­schaf­ten in länd­li­chen Ge­bie­ten not­wen­dig ist, auf­ge­teilt wer­den. Die knapp 25,3 Mil­lio­nen Euro, die für Opfer von rech­ter Ge­walt und gegen Neo­na­zis ein­ge­setzt wer­den, sol­len nun also nicht nur gegen „rechts“, son­dern auch gegen an­ti­fa­schis­ti­sche Grup­pen und Pro­jek­te ein­ge­setzt wer­den. Gleich­zei­tig wird durch ver­schie­de­ne Theo­re­ti­ker ein Ex­tre­mis­mus­be­griff ma­ni­fes­tiert der An­ti­fa-​Ar­beit mit Na­zi­mor­den gleich­setzt und diese da­durch re­la­ti­viert.

Im ver­gan­ge­nen Jahr wurde eine An­ti­fa­de­mons­tra­ti­on mit der SA gleich­ge­setzt, eine Kiez­mi­liz, die „Rei­che“ ver­trei­ben will wurde er­fun­den und gleich­zei­tig wer­den An­ti-​Na­zi­bünd­nis­se Re­pres­sio­nen aus­ge­setzt, weil diese Nazis das Recht auf Ver­samm­lungs­frei­heit ein­schrän­ken.

Es gibt kei­nen po­li­ti­schen Ex­tre­mis­mus, und vor allem gibt es keine Glei­chung von „links“ oder „rechts“. Es gibt nur eine hu­ma­nis­ti­sche, frei­heit­li­che und an­ti­fa­schis­ti­sche Pflicht und die heißt Nazis be­kämp­fen – auf allen Ebe­nen und mit allen Mit­teln.

„Steh doch auf, und be­tei­li­ge dich[…]und zu­sam­men brin­gen wir den Stein ins Rol­len.“
Zitat: Fahr­läs­sig – De­mons­trie­ren

Wir wol­len an die­sem Tag zi­vil­ge­sell­schaft­li­che, an­ti­ras­sis­ti­sche und an­ti­fa­schis­ti­sche Kräf­te aus ganz Bran­den­burg und Ber­lin nach Ora­ni­en­burg zie­hen um den In­sti­tu­tio­nen wei­ter Druck zu ma­chen, damit diese die ras­sis­ti­schen Asyl- und Auf­ent­halts­ge­set­ze end­lich kip­pen. Wir wol­len uns so­li­da­risch zei­gen mit allen, die von Ras­sis­mus und Aus­gren­zung be­trof­fen sind. Auch wol­len wir Neo­na­zi­struk­tu­ren, sowie Sym­pa­thi­san­ten aus ihren Ver­ste­cken zie­hen.

Darum:
20.​03.​2010 // 15 Uhr // Gedenkstätte Sachsenhausen

Block der An­ti­fa Grup­pe Ora­ni­en­burg in­ner­halb des De­mons­tra­ti­ons­zu­ges „glei­che Würde – glei­ches Recht“ des „Forum gegen Ras­sis­mus und rech­te Ge­walt“

Gegen jede Form von Ras­sis­mus !
Neo­na­zis ent­ge­gen tre­ten!
An­ti­fa­schis­ti­sche Sub­kul­tur eta­blie­ren!

ALLE INFOS: http://antiratage2010ohv.blogsport.de

Veranstaltungsort

Venue:
Oranienburg

Beschreibung

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